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Ansprechpartner
Dr. Jürgen Konys
Abteilungsleiter

Tel.: 0721 608-23720
juergen konysLir0∂kit edu

Abteilung Korrosion

Die Abteilung Korrosion befasst sich im Rahmen der Helmholtz-Programme Kernfusion, Nukleare Sicherheitsforschung und NanoMikro mit der Untersuchung der Wechselwirkung metallischer und keramischer Werkstoffe mit ihrer wässrigen, gasförmigen und Flüssigmetallumgebung, inklusive der Entwicklung geeigneter Schutzschichtsysteme sowie mit der Charakterisierung von Komponenten neuartiger elektrochemischer Energiespeicher.

 

Fusionstechnologie und Batteriesysteme

Als eine mögliche Option zur Sicherung unserer zukünftigen Energieversorgung wird die Kernfusion angesehen. Das für die Fusionsreaktion benötigte Tritium lässt sich im Fusionsreaktor durch Neutronenbeschuss von Lithiummetall bzw. anderer Lithiumverbindungen, z. B. der eutektischen Bleilegierung Pb-15,7Li, erbrüten. Die Gruppe Fusionstechnologie und Batteriesysteme beschäftigt sich deshalb mit der Untersuchung des Langzeit-Korrosionsverhaltens von Strukturwerkstoffen in flüssigem Blei-Lithium einschließlich der Korrosionsmodellierung sowie mit der Entwicklung elektrochemischer Verfahren zur Abscheidung von Schutzschichten auf Basis von Aluminium bzw. Wolfram.
Die Akzeptanz zukünftiger emissionsarmer Elektrofahrzeuge hängt im Wesentlichen von der Verfügbarkeit leistungsfähiger Batteriesysteme ab. Aktuell stehen dabei vor allem die sogenannten Lithiumionenbatterien im Fokus der Entwicklungen. Großer Bedarf besteht hierbei in der Charakterisierung der Verträglichkeit von neuartigen Elektroden- bzw. Ableiterwerkstoffen in optimierten Elektrolytsystemen.

 

Flüssigmetalltechnologie

Die Gruppe Flüssigmetalltechnologie beschäftigt sich mit der Kompatibilität von Stählen mit geschmolzenem Blei sowie eutektischer Blei-Bismut-Schmelze (Pb45Bi). Beide Flüssigmetalle stellen zunehmend wichtiger werdende Prozessmedien in der Energietechnik dar, in der sie insbesondere als Wärmeträger eingesetzt werden sollen. Metallische Konstruktionsmaterialien (Stähle) können in Flüssigmetallen jedoch erheblicher Korrosion durch Auflösung ausgesetzt sein und zudem eine Veränderung ihrer mechanischen Eigenschaften erfahren.

 

Nukleare Sicherheitsforschung

Bündelversuche bei hohen Temperaturen in der elektrisch beheizten QUENCH-Anlage, deren Durchführung und Auswertung die Hauptaufgabe der Gruppe darstellen, sind unabdingbar für weitere Entwicklung und Validierung von Computercodes zur Simulation von nuklearen Störfällen. Dabei werden die materialbezogenen und thermohydraulischen Phänomene untersucht, die sich sowohl während Auslegungsstörfällen als auch bei postulierten auslegungsüberschreitenden Unfallabläufen im Reaktorkern entwickeln können.