Institut für Angewandte Materialien – Werkstoffkunde

Projekt 3: Werkstoffverbunde aus Verbundwerkstoffen für Anwendungen unter extremen Bedingungen

Um neuartige Materialverbunde aus Verbundmaterialien entwickeln zu können, ist neben der Syntheseroute und der gezielten Wärmebehandlung entsprechender Materialien sowohl ein tiefgründiges Verständnis des Gefüges als auch die Charakterisierung der vorliegenden Phasen und der Phasenverteilung unabdingbar. Dabei ist es entscheidend, die mikrostrukturellen Eigenschaften der Verbundmaterialien im Detail zu verstehen und interpretieren zu können. Mit Hilfe elektronen­mikroskopischer Untersuchungen (Rasterelektronenmikroskopie, REM; Transmissionselektronen­mikroskopie, TEM) wird ein grundlegendes Verständnis der sich aufgrund der thermischen Behandlungen veränderten Mikrostrukturen erreicht. Sowohl die Gefügeparameter als auch die chemische Entwicklung der Kompositmaterialien verschiedener Werkstoffsysteme spielen dabei eine entscheidende Rolle. Das Hauptaugenmerk dieses Teilprojektes liegt in der Charakterisierung der Bulkkomposite mit sich ändernden chemischen Zusammensetzungen und unterschiedlichen Wärmebehandlungen. Hierbei werden zwei Materialsysteme elektronenmikroskopisch untersucht: (i) Polymer-abgeleitete keramische Nanokomposite sowie (ii) Ultrahochtemperaturlegierungen. Es wird erwartet, dass die in diesem Teilprojekt gewonnenen Ergebnisse zur Gefügeentwicklung auch als Input-Daten für weitere PhD-Projekte aus dem Graduiertenkolleg Verwendung finden.