Institut für Angewandte Materialien – Werkstoffkunde

Projekt 10: Deformation und Versagen von Molybdänsiliziden auf kleinen Skalen

Das Ziel dieser Arbeit ist es, ein Verständnis für die Mechanismen zu entwickeln, die der Deformation und dem Versagen zu Grunde liegen. Dabei werden die Molybdänsilizid-Legierungen als Ganzes und die Einzelphasen untersucht und die Oxidationsschutzschichten für Mo-Si-Ti-Legierungen.

Nanoindentation ist eine etablierte Methode, um mechanische Eigenschaften auf der Mikro- und Submikrometerskala zu untersuchen. Es sind sowohl Messungen bei Umgebungsbedingungen, als auch bei hohen Temperaturen möglich und die Probenpräparation ist unkompliziert, sodass Nanoindentation eine hervorragende Methode darstellt, Molybdänsilizide und die Schutzschichten zu untersuchen.

Kombiniert man die Möglichkeiten zur Mikrostrukturierung mittels focused ion beam (FIB) und die Messauflösung eines Nanoindenters, können in Mikrokompressionsmessungen Spannungs-Dehnungskurven der Materialien aufgenommen werden. In-situ-Messungen mit einem Rasterelektronenmikroskop können dabei die Analyse der mikromechanischen Eigenschaften unterstützen, genauso wie eine große Bandbreite an anderen Strukturanalysemethoden wie AFM, TEM and ToF-SIMS. Die Charakterisierung erfolgt in enger Kooperation mit Projekt 3.

Auf diese Art können weitreichende Erkenntnisse über die mikromechanischen Eigenschaften und Mikrostruktur gewonnen werden und die Einflüsse von Temperatur und Beanspruchung festgestellt werden.